Robert Schumann: Oper "Genoveva" op. 81
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EntstehungEntstehung: April 1847 und August 1848
14. Mai 1847 Fanny Hensel stirbt 22. Juni 1847 Tod von Emil Schumann 4. November 1847 Felix Mendelssohn-Bartholdy stirbt 13. Mai 1848 Besuch bei Richard Wagner in Dresden
UA 25. Juni 1850 InhaltDie Sage in der Fassung von Gustav Schwab
Personen in der Oper
MusikOuvertüreWenn ich ein Vöglein wär’, Duett Genoveva-Golo, Akt IIWenn ich ein Vöglein wär', Und auch zwei Flüglein hätt', Flög' ich zu dir! Weil's aber nicht kann sein, Bleib ich allhier! Bin ich gleich weit von dir, Bin ich doch im Schlaf bei dir, Und red' mit dir! Wenn ich erwachen thu' Bin ich allein! Es vergeht kein' Stund' in der Nacht, Da mein Herze nicht erwacht Und an dich gedenkt, Dass du mir viel tausendmal Dein Herz geschenkt! Nicht länger halt' ich mich, Die Gluth verzehrt mich! Zu ihren Füssen, zu ihren Füssen, Dass sie's erfahre - Alles, Alles! GENOVEVA Was ist Euch? - GOLO Genoveva, verzeiht mir! - GENOVEVA Erst stehet auf, es ziemt Euch nicht zu knie'n! GOLO Nicht eher als Ihr mir verzieh'n - Ich täuscht' Euch - GENOVEVA Wohlan - verzeiht Euch Gott, verzeih' Auch ich Euch - GOLO Ich raubt' Euch - ahnet Ihr? - Damals als Siegfried Abschied nahm - GENOVEVA Golo, ich sah Euch niemals so - Ihr seid wohl krank? - GOLO Du schlugst die Wunde, still' nun auch Das Blut, das strömende, des Herzens! GENOVEVA Ein böser Dämon gab dies Wort Euch ein, Besinnet Euch, mit wem Ihr sprecht! GOLO O Zauberin, Du hast das Leben mir Durch Kunst entführt - GENOVEVA Was sprecht Ihr da? - Erwacht, denn Ihr verkennet mich! Ich bin es, Genoveva, die jetzt spricht, Gemahlin Eures Herrn, des Grafen Siegfried! GOLO Hör' denn, Du meines Herrn Gemahlin - Dass ich es reden, aussagen könnte, Worte finden, Töne - GENOVEVA Es fällt ihn Wahnsinn an - wer steht mir bei! - Wo flieh' ich hin! Drago! Angelo! hört Niemand mich? GOLO Du liebst mich, holde Braut, Da ist der Tag begonnen, Da regt und rührt's sich laut, Da brechen aus den Knospen alle Wonnen - GENOVEVA O Siegfried, mein Gemahl, Wann kehrst du wieder! GOLO Nenn' ihn nicht - Sein Nam' ist Tod! Mein bist Du, mein - GENOVEVA Allmächtiger Gott! GOLO In meine Arme, Weib! - GENOVEVA Zurück! GOLO An meine Brust! GENOVEVA Zurück, ehrloser Bastard! GOLO Das Wort, das traf, - Das Wort, das schlug, - Fluch Dir! - Kein Schlaf soll über diese Augen kommen, Kein' Speis' und Trank Ueber diese Lippen, Bevor Du vernichtet! - O du, der über alle wacht, Gebet der Genoveva, Akt IIDort schleichen über'n Hof sie sacht, Wie Wölfe, die vom Raube kommen! - Mir ist so bange, so beklommen - O Du, der über Alle wacht, Der Alles wohlgemacht, Beschütz' o Herr! auch diese Nacht Die Guten und die Frommen! In Deinen Willen leg' ich nun So Seel' wie Leib! O hab' Erbarmen Mit mir, und wenn ich mich vergass, Weil sich ein Bub' an mir Und meiner Ehr' vermass, Vergieb, da mir zu meiner Wehr Kein' andre Waffe blieb - O Herr, der gern verzeiht, Beschirme mich in meinem grossen Leid! Und Du, der alle Schmerzen stillt, Komm', süsser Schlaf, bring' Siegfried's Bild Im Traume mir, Vom tiefen Weh, das mich erfüllt, An seinem Herzen auszuruh'n. Bestreut den Weg…Nun hebet Herz und Hände, Doppelchor, Akt IVCHOR Bestreut den Weg mit grünen Mai'n, Lasst den Ruf erschallen in's Land hinein: Die viel geduldet, Die edle Herrin, Sie kehrt zurück! GESANG HINTER DER SZENE Nun hebet Herz und Hände, Voll Freude himmelan, Zu ihm, dess' Macht ohn' Ende, Dem all' wir untertan! Sein Reich es soll besteh'n, In aller Ewigkeit, Für ihn zum Tod zu geh'n War'n allzeit wir bereit! Was konnt' uns bringen Schaden, Da er ja mit uns war! Er ist der Quell der Gnaden, Der ew'ge, licht und klar!
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