Robert Schumann: Kinderszenen op. 15

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Inhaltsverzeichnis

Bilder

Robert1839.jpgClara1838.jpg

Noten

verschiedene, alte Ausgaben

Musik

frei zugängliche Aufnahme


Die einzelnen Sätze

Von fremden Ländern und Menschen (G-Dur)

Kuriose Geschichte (D-Dur)

Haschemann (h-Moll)

Bittendes Kind (D-Dur)

Glückes genug (D-Dur)

Wichtige Begebenheit (A-Dur)

Träumerei (F-Dur)

Am Kamin (F-Dur)

Ritter vom Steckenpferd (C-Dur)

Fast zu ernst (gis-Moll)

Fürchtenmachen (e-Moll)

Kind im Einschlummern (e-Moll)

Der Dichter spricht (G-Dur)

Zur Entstehung

Und dass ich nicht vergesse was ich noch komponiert. War es wie ein Nachklang von Deinen Worten wo Du mir einmal schriebst, "ich käme Dir auch manchmal wie ein Kind vor", kurz, es war mir ordentlich wie im Flügelkelide und hab' da an die dreissig putzige Dinger geschrieben, von denen ich etwa zwölf ausgelesen und Kinderscenen genannt habe.

17. März 1838

Die Kinderscenen werden wohl bis zu Deiner Ankunft fertig; ich habe sie sehr gern, mache viel Eindruck damit, wenn ich sie vorspiele, vorzüglich auf mich selbst.

13. April 1838


Vor vielen, vielen Jahren, hieß es, kam ein unbekannter, stattlicher Mann auf des Junkers Burg, seltsamlich gebildet und gekleidet. Jedem kam der Fremde sehr wunderlich vor, man konnte ihn nicht lange ohne inneres Grauen anblicken und dann doch nicht wieder das festgebannte Auge von ihm abwenden. Der Junker gewann ihn in kurzer Zeit sehr lieb, wiewohl er oft gestand, daß ihm in seiner Gegenwart sonderbar zumute würde und eiskalte Schauer ihn anwehten, wenn der Fremde beim vollen Becher von den vielen fernen, unbekannten Ländern und sonderbaren Menschen und Tieren erzähle, die ihm auf seinen weiten Wanderungen bekannt worden, und dann seine Sprache in ein wunderbares Tönen verhalle, in dem er ohne Worte unbekannte, geheimnisvolle Dinge verständlich ausspreche. – Keiner konnte sich von dem Fremden losreißen, ja nicht oft genug seine Erzählungen hören, die auf unbegreifliche Weise dunkles, gestaltloses Ahnen in Lichter, erkenntnisfähiger Form vor des Geistes Auge brachten. Sang nun der Fremde vollends zu seiner Laute in unbekannter Sprache allerlei wunderbar tönende Lieder, so wurden alle, die ihn hörten, wie von überirdischer Macht ergriffen, und es hieß, das könne kein Mensch, das müsse ein Engel sein, der die Töne aus dem himmlischen Konzert der Cherubim und Seraphim auf die Erde gebracht. Das schöne, blutjunge Burgfräulein umstrickte der Fremde ganz mit geheimnisvollen, unauflöslichen Banden. Sie wurden, da er sie im Gesange und Lautenspiel unterrichtete, binnen kurzer Zeit ganz vertraut miteinander, und oft schlich der Fremde um Mitternacht zu dem alten Baum, wo das Fräulein seiner schon harrte. Dann hörte man aus weiter Ferne ihren Gesang und die verhallenden Töne der Laute des Fremden, aber so seltsam, so schauerlich klangen die Melodien, daß niemand es wagte, näher hinzugeben oder gar die Liebenden zu verraten.

aus: E.T.A. Hoffmann, Kreisleriana vergl.

Links

Interessanter Text zu den Kinderszenen (ab S. 35)

Zeittafel, die die Beziehung zwischen Clara und Robert Schumann beleuchtet.

Text zu Ernestine von Fricken

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