Gesualdo
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Carlo Gesualdo (1566-1613) -"Moro, lasso, al mio duolo". 1611
E chi può dar mi vita, Ahi, che m'ancide e non vuol darmi aita! O dolorosa sorte, Chi dar vita mi può, Ahi, mi dà morte!
Ich sterbe, ach, an meiner Qual Und der mir Leben geben könnte, Weh, der tötet mich und will mir nicht helfen! O, schmerzliches Geschick, Der mir Leben könnte geben, gibt mir, ach, den Tod! Biographisches1586 übernahm er die Regierungsgeschäfte 1590 Eifersuchtstragödie mit dreifachem Mord. Maria d'Avalos, Fabrizio Carafa und die kleine Tochter. Verbringt danach die nächsten vier Jahre im Schloss Gesualdo. 1594 zweite Heirat mit Leonora d'Este. Verbringt zwei Jahre in Ferrara. Entstehung u.a. der ersten vier Madrigalbücher. 1600 stirbt seine Tochter. Danach Zurückgezogenheit und Depressionen. Berühmte Zeitgenossen: Jacopo Peri (1561-1633), Claudio Monteverdi (1567–1643), Heinrich Schütz (1585–1672), Johann Hermann Schein (1586–1630), Jan Pieterszoon Sweelinck (1562- 1621), John Bull (1563-1628), William Byrd (ca. 1543-1623), Fitzwilliam Virginal Book Lebensdaten 1566(Neapel) - 1613(Gesualdo) L’Orfeo von Claudio Monteverdi, UA Mantua 1607 - erste große und berühmte Oper Rottenhammer Gallilei, Shakespeare, Kepler, Francis Drake, Niederlande, Gesualdo RezeptionManfred Wastl, Carlo Gesualdo - Seine Reputation im Laufe der Musikgeschichte Glenn Watkins, Gesualdo. The man and His Music
Gesualdo (Schnittke) (1993), eine Oper von Alfred Schnittke Gesualdo (Hummel) (1996), eine Oper von Franz Hummel Gesualdo – Tod für fünf Stimmen, ein Dokumentarfilm von Werner Herzog (1995) Quelle: www.YouTube.com MusikIgor Strawinskys Monumentum pro Gesualdo di Venosa Monumentum ist eine freie Adaption von drei fünfstimmigen Madrigalen »Asciugate i begli occhi«, »Ma tu, cagion di quella atroce pena« und »Beltà poi che t'assenti« aus dem V. und VI. Madrigalbuch Gesualdos. Strawinsky berichtete über seine Arbeit: »Nachdem die geeigneten Stücke einmal gefunden waren, bestand mein erstes Problem darin, die passenden instrumentalen Register und Texturen auszuwählen und abzugrenzen. Mein zweites Problem hatte mit den Unterschieden zwischen stimmlichen und instrumentalen Farben zu tun: Die Musik konnte natürlich nicht einfach für Instrumente umgeschrieben werden, sondern musste gänzlich neu erdacht werden.« Er setzte Gesualdos Vokalstücke für ein kleines Orchester aus zwei Oboen, zwei Fagotten, vier Hörnern, je zwei Trompeten und Posaunen sowie Streichern (ohne Kontrabass). In den letzten beiden Madrigalen folgte er Gesualdos Partitur, das erste erfuhr eine weitergehende Re-Komposition mit Veränderung und neuer Zusammensetzung des historischen Materials. Gesualdos Vokalklang erhält moderne Farben. Die Instrumente wechseln innerhalb der einzelnen Stimmen und Abschnitte. Auch hat jedes der drei Madrigale ein besonderes Timbre, und nur das zweite, »Ma tu, cagion di quella«, ist historistisch, indem es den typischen Bläserklang der Renaissance imitiert. |

